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Schwestern unterwegs durch die Altstadt
©Eucharistinerinnen

 

Credo Nachklang

 

Eigentlich ist Credo ein Glaubensbekenntnis. Übernommen wurde es vom lateinischen credo (ich glaube), dem ersten Wort im Apostolischen Glaubensbekenntnis.

 

Die Jugend der Pfarrei St. Antonius gebraucht seit vielen Jahren dieses Wort als Titel für die jährliche Freizeit, die dieses Jahr nach zweijähriger Corona bedingter Unterbrechung in den Pfingstferien stattfinden durfte.

 

Den Verlust der jährlichen religiösen Freizeit bedauerten die Jugendlichen schmerzlich. Denn die Freizeit bildet den Höhepunkt der Begegnung der Jugendlichen. Im Verlauf der diesjährigen Credo-Woche unter der Leitung von Sr. Margareta wurde den Teilnehmern vor allem bewusst, dass Credo Freizeit die große Möglichkeit ist, fünf Tage in uneingeschränktem Austausch mit den Teilnehmern zu stehen, zusammen für Mahlzeiten, Morgenimpulse, Freizeitgestaltung und gemeinsamen Gottesdienst zu sorgen und das legendäre Lagerfeuer jeden Abend zu veranstalten. Die Feuerglut feuert die Gespräche an, die in diesem Kontext auf anderem Niveau als gewöhnlich laufen, eben offener und intensiver. Die Vielfalt der Lebensbereiche wird dabei nicht ausgespart. Die Credo Freizeit ist somit als Jugendangebot das Glaubensbekenntnis der Kirche, die als Gemeinschaft der Glaubenden zum intensiven Glaubens- und Lebensaustausch mit      Gott und untereinander einlädt.

 

 

Zeichen für Gottes Gegenwart in dieser Welt

Sr. Sandra Friedrich legt ewige Profess ab

 

Am 19.03.2022 legte unsere Sr. Sandra Friedrich ihre Profess auf Lebenszeit in der St. Antonius Kirche Oberkotzau in unserer Kongregation ab. Als Hauptzelebrant stand dem Gottesdienst der Weihbischof von Bamberg Herwig Gössl vor.

In der Ewigen Profess bindet sich ein Kandidat für die Aufnahme in einen Orden auf Lebenszeit an seine Gemeinschaft. Diese öffentlich abgelegten Gelübde haben die drei so genannten „Evangelischen Räte" zum Inhalt: Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Diese Gelübde werden als Selbstbindung eines Menschen verstanden, der sein Leben ganz von Gott her bestimmen lassen will und daher auf bestimmte menschliche Bindungen wie Besitz, Partnerschaft oder Macht verzichtet.

 

 

Generaloberin Sr. Malgorzata wawryk besucht eucharistinerinnen

Vom 18.03. bis 24.03.2022 bsuchte unsere Niederlassung die Generaloberin der Eucharistinerinnen Sr. Margorzata Wawryk zusammen mit Sr. Zofia. Wir danken für den gelungenen Austausch und geschwisterliche Begegnung. Die internationale Verbundenheit stärkt den Zusammenhalt in der Kongregation und vertieft unsere Verbundenheit im Herrn.

Auf Dem Weg zum 100-jährigen Jubiläum

Geistlicher Impuls: Von der Kraft der Erinnerung

 

Meine Erinnerungen aus der Vergangenheit prägen meine Gegenwart und Zukunft. Jede Erinnerung hat einen Sinn, auch dann, wenn sie dazu beiträgt, die Wunden zu heilen. Schön ist, wenn Erinnerungen positiv sind. Wie ein Sprichwort es zusammenfast: Glück ist die Summe aller schönen Erinnerungen. So eine Erfahrung machte ich in den letzten Tagen, als ich zufällig einen Artikel über Astrid Lindgren zu ihrem zwanzigsten Todestag in einer Zeitschrift in die Hand bekam. Plötzlich wurden viele Kindheitserinnerungen in mir an ihre Bücher und die Protogonisten, die von Freiheit und Erlösung erzählten, wach. Da standen beide Brüder Löwenherz, Jonathan und Kalle, vor Augen, die viele Abenteuer in solidarischer Geschwisterlichkeit bestanden. Da wurde der Frühlingsschrei der Ronja Räubertochter in meinen Ohren wach, mit dem sie den Frühling ankündigte. Einfach herzerwärmende Erinnerungen. Nach Augustinus, dem abendländischen Kirchenvater, ist Erinnerung jedoch nicht nur Wiederabrufen des in der Vergangenheit Gelernten und Wahrgenommenen, sondern Begegnung mit dem in der Seele verborgenen Ort, an dem Gotteserfahrung geschieht.

 

Sowohl im Alten wie im Neuen Testament hat erinnern eine zentrale Stellung. Der Glaube Israels lebt vom Gedächtnis der Heilstaten Gottes. Die Erinnerung daran, was Gott an dem Volk getan hat, ist ein zentrales und notwendiges Element des Glaubens. Jesus knüpft an die große Gedächtnisfeier des Paschafestes an. Dabei stellt er das Gedenken seines Leidens und seiner Auferstehung in den Mittelpunkt der Glaubenspraxis (vgl. Reinhard Körner: Gedächtnis: Praktisches Lexikon der Spiritualität. Herder 1992, Sp. 454f) Im Erinnern geschieht die Gottesbegegnung.

 

Eine wichtige Erfahrung des Erinnerns machen wir Schwestern dieses Jahr, indem wir des 95. Todestages unseres Ordensgründers, des Seligen Georg Matulaitis, gedenken. Eigentlich erinnern wir uns täglich seiner Gestalt. Denn die eigenen Wurzeln als Kommunität zu bedenken, die in der Gründergestalt den Anfang bekamen, stärkt unsere Identität und den Sendungsauftrag. Jedoch setzt sein Jubiläum auf unserem Vorbereitungsweg zum 100-jährigen Bestehen der Kongregation im kommenden Jahr stärkere Akzente. Seine Biographie erinnert uns daran, dass eine feste Beziehung zu Jesus Christus das Leben richtig in Fahrt bring.

 

Georg Matulaitis wurde als das jüngste unter den acht Kindern in einer Bauernfamilie in Litauen, im Dorf Lugine in der Nähe der Stadt Marijampolė geboren. Mit zehn Jahren wurde er Vollwaise und erkrankte schwer an der Knochentuberkulose, an der er sein ganzes Leben gelitten hat. Dank seiner lebendigen Beziehung zu Gott und der wohlwollenden Menschen bekam sein Leben neuen Schwung. Als Priester und Bischof von Vilnius wirkte er in vielen Ländern: Litauen, Polen, Russland, Schweiz, Amerika und Rom. Ihn zeichnete seine leidenschaftliche Liebe zur Kirche, der Braut Christi aus. Sein Engagement galt den Menschen, Kindern und Erwachsenen, die aufgrund der finanziellen Nöte an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Gerade in einer Zeit, in der der Kirche durch Krisen die Glaubwürdigkeit abgesprochen wird, gehört Seliger Georg Matulaitis zu den Menschen, die den Glauben durch ihr Lebenszeugnis aufbauen. Das Erinnern an die Heiligen, wie Georg Matulaitis, ist eine verborgene Kraftquelle der Seele.

 

Sr. Margareta Fischer, veröffentlicht in der Frankenpost 24.02.2022

Berufung

Eigene Berufung für das Leben finden und der Stimme des Herzens folgen.  Sr. Margareta Fischer von den Eucharistinerinnen erzählt von ihrer Nachfolge Jesu im Alltag.

Das fließende Wasser eines Wasserfalls
Berufung @ Eucharistinerinnen

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